Das Fahrradfahren gehört eigentlich zu den sichersten Sportarten; im Vergleich zu den tagtäglich von Radlern zurückgelegten Kilometern sind Verletzungen relativ selten zu beobachten. Dennoch kommen einige Verletzungen bei Radlern überdurchschnittlich häufig vor, einige von ihnen lassen sich durch eine Verbesserung des passiven Unfallschutzes vermeiden oder zumindest in ihren Folgen verringern. Multiple und tödliche Verletzungen tauchen bei Radfahrern fast nur bei Zusammenstößen mit motorisierten Fahrzeugen auf. Die meisten Radunfälle gehen als Alleinunfälle mit heilbaren Verletzungen einher.
Ungeübte Fahrradfahrer leiden häufig an einem Muskelkater. Da dieser schmerzhaft ist, kann er durchaus als Verletzung gewertet werden, welche durch Wärme und durch eine Zufuhr von Magnesium gemildert werden kann. Die beste Form der Vorbeugung gegen den Muskelkater besteht darin, sich langsam an die Bewegung zu gewöhnen und nach einer längeren Pause zunächst nur kleinere Fahrradtouren zu unternehmen. Gegen ein schmerzendes Gesäß oder gegen nicht auf einen Muskelkater zurückzuführende Schmerzen an den Beinen oder in den Armen hilft eine Salbe mit Extrakten von Honig oder der Beinwell-Wurzel. Diese direkt durch die Anstrengung des Radfahrens ausgelösten kleinen Verletzungen verheilen nach kurzer Zeit.

Stärkere Verletzungen ziehen Fahrradfahrer sich oftmals bei Stürzen zu. Diese werden bei Glatteis ebenso wie bei Herbstlaub durch Straßenglätte ausgelöst. Oftmals tragen auch unaufmerksam geöffnete Autotüren sowie bei zu starkem Bremsen blockierende Räder zum Sturz bei. Bei den meisten Stürzen erleidet der Fahrradfahrer keine schwerwiegenden Verletzungen, sondern nur leichte Hautabschürfungen. Eine Behandlung mit Salbe ist zur schnelleren Heilung sinnvoll. Als erste Hilfsmaßnahme bei einem Sturz ist das Auftragen einer Jodsalbe zu empfehlen, die ein Fahrradfahrer am besten immer mit sich führt. Außerdem sollten Radfahrer vorsichtshalber immer über einen wirksamen Tetanusschutz verfügen. Ob eine Schürfwunde mit Pflaster bedeckt werden soll oder besser durch Luft heilt, ist weitgehend Glaubenssache. Falls die Blutung nicht auf andere Weise gestillt werden kann, ist ein Pflaster für eine Schürfwunde aber unerlässlich. Als Ersatzlösung kann direkt nach dem Sturz ein sauberes Stofftaschentuch oder Papiertaschentuch für die Abdeckung der Wunde verwendet werden.
Schlimmere Verletzungen als Schürfwunden betreffen bei Stürzen während des Fahrradfahrens den Bewegungsapparat. Während sich Prellungen und Schwellungen mit Salbe selbst behandeln lassen, ist bei einem Knochenbruch eine ärztliche Versorgung unerlässlich. Brüche am Handgelenk werden beim Fahrradfahren vorwiegend durch den reflexartigen Versuch des Abstützens während des Stürzens verursacht. Diese werden vorwiegend durch Eingipsen des betroffenen Knochens geheilt, wodurch dieser vorübergehend ruhiggestellt wird. Eine Operation ist bei Verletzungen an den Händen oder Armen als Folge eines Fahrradsturzes selten erforderlich. Gelegentlich kommt es zu offenen Brüchen an der Elle oder der Speiche eines Armes, so dass eine Operation empfehlenswert ist. Die schwerste bei einem Fahrradsturz häufiger auftretende Verletzung am Bewegungsapparat ist der Bruch des Oberschenkelhalsknochens und der Hüfte. In diesem Fall ist eine Operation ebenso erforderlich wie eine langwierige Reha-Maßnahme. Derartige schwere Verletzungen entstehen glücklicherweise nur bei einem extrem unglücklichem Aufprall des Radfahrers, zudem erhöht eine Cortison-Behandlung diese Verletzungsgefahr. Da das Sturzrisiko bei Glatteis deutlich erhöht ist, bietet sich das Tragen einer dicken Lederkleidung beim Radfahren auf winterlich glatten Straßen an, denn diese vermindert die Verletzungsgefahr bei Stürzen.
Ein großes Verletzungsrisiko besteht, wenn der Radfahrer mit dem Kopf über den Lenker fliegt und anschließend auf dem Asphalt einer Straße aufprallt. Derartige Unfallszenarien beruhen nicht immer auf einer Kollision mit einem Auto, sondern können auch als Folge eines Bremsversagens oder bei einer Bergabfahrt wegen eines geplatzten Reifens auftreten. In solchen Fällen ist ein Schädelbasisbruch eine mögliche Verletzung. Radfahrer können sich vor schweren Kopfverletzungen durch das Tragen eines Radfahrerhelms schützen. Sie müssen allerdings darauf achten, dass ihr Helm die für sie ideale Passform besitzt. Nach einem Sturz darf ein Fahrradhelm nicht weiterverwendet werden, da er sich wahrscheinlich verformt und somit seine Schutzfunktion verloren hat.
Kaum betrat die olympische Fackel am 18. Mai britischen Boden in Land’s End, wo sie in zweieinhalb Monaten durch das ganze Land getragen wurde, um am 27. Juli endgültig das olympische Feuer in London zu entfachen, da ging es für eine Gruppe von Athleten ans Eingemachte: die deutschen BMX-Fahrer. Seit 2008 ist BMX Race olympische Disziplin geworden. Zum Start dieser Disziplin bei den olympischen Spielen 2008 in Peking war noch kein deutscher Fahrer mit am Start. In London 2012 ist es endlich soweit. Über ihre guten Platzierungen in der Weltrangliste erhielten die beiden deutschen Fahrer Maik Baier und Luis Brethauer zwei Quotenplätze in der Olympiaqualifikation. Nun werden sie am 10. August für Deutschland als BMX Racer antreten.

BMX Race – vom exotischen Breitensport zur Olympiadisziplin
Vorbild für BMX Race ist das Motocrossing, bei dem mit speziellen Enduro-Maschinen besonders unwegsames Gelände als Rennstrecke in einem Rennen gemeistert wird. Da bereits Kinder und Jugendliche, die noch keine Erlaubnis zum Motorradfahren besaßen, sehr am Motocrossing interessiert waren, bot man eine Alternative. Hierzu wurden spezielle BMX Räder gefertigt, die im Style den großen Motocrossmaschinen ähnelten und ebenso wendig wie diese waren. Nun konnten sich auch diejenigen an der Geländestrecke versuchen, die sonst mangels Führerschein keinen Zutritt gefunden hätten. Schnell flammte die Begeisterung für das BMX Race überall in der Welt immer weiter auf. Es wurden nationale und internationale Wettbewerbe eingeführt, ebenso wie Weltranglisten. Dennoch dauerte es gut zwanzig Jahre, bis das Internationale Olympische Komitee dazu entschloss, BMX Race in seinen Disziplinen-Katalog aufzunehmen. Gleich zwei Debüts in Folge standen und stehen ins Haus: 2008 war das Debüt für die Disziplin als solche bei den Spielen in Peking und dieses Jahr kannst du erstmals unsere beiden deutschen Fahrer hautnah dabei erleben und ihnen die Daumen halten.
Faszination BMX Racing – was macht diesen Sport so beliebt?
Vielleicht hat dich die Leidenschaft für das Bycicle Motocross bereits selbst schon gepackt. Dann weißt du genau, was dich daran so fasziniert. Es ist die Herausforderung, sich mit anderen dort zu messen, wo der Mensch nicht in die Natur eingegriffen und alles asphaltiert hat. Früher brauchte man – insbesondere für Radrennen – ausgebaute Straßen. Heute kannst du überall Rennen fahren – selbst in Sanddünen. Dort, wo das Gelände zu unwegsam war, benötigte man viele PS in einer staken, robusten Maschine, um sich durch Sand, Schlamm und über Schotter zu kämpfen. Mittlerweile reicht die Muskelkraft dank spezielle BMX Räder. Es ist nicht nur das Styling der Räde, das an seine motorisierten Vorbilder, die Enduro-Kraftpakete, erinnert. Es sind vor allem auch Material und Technik, die es einem Fahrrad überhaupt erst möglich machen, solch ein Gelände zu durchqueren. Nur mit der eigenen Kraft bezwingst du Bereiche, an denen jedes herkömmliche Fahrrad schon am Start scheitern würde. Dabei macht das BMX Race noch viel Spaß. Hier treffen Sport und Fun auf einzigartige Weise aufeinander.

Maik Baier und Luis Brethauer: die deutschen BMX-Medaillenhoffnungen in London
Maik Baier und Luis Brethauer sind das, was man die „Crème de Crème“ im deutschen BMX Race-Sport nennen kann. Beide gehören dem BMX Air Team an, das als Kaderschmiede für den BMX Race-Spitzensport gilt. Maik investiert neben seiner Ausbildung zum Industriemechaniker jede freie Minute seiner Zeit in seinen Lieblingssport. Luis ist Sportsoldat ebenfalls seit einigen Jahren aktiv im BMX Race-Sport. Ob die beiden deutsche Medaillenträume in dieser beliebten Trendsportart erfüllen können, weiß niemand zu sagen angesichts der wahnsinnig harten Konkurrenz aus der Weltspitze dieses Sports. Dass überhaupt schon deutsche Fahrer teilnehmen können, ist an sich bewundernswert und nur den guten Leistungen der beiden Fahrer zu verdanken. Je bekannter BMX Race hierzulande wird, desto mehr wird der Sport gefördert. Am Ende hat Deutschland die Chance, Spitzenteams auf die Beine zu stellen, die ganz oben an der Weltspitze um höchste sportliche Ehren fahren.
BMX Race – der Trendsport. Vielleicht auch für dich?
Vielleicht wolltest du auch schon immer einmal bislang für Fahrräder als unbezwingbare Gelände auf zwei Rädern meistern? Nur mit deiner Muskelkraft und mit viel Geschick? Dann bist du der ideale Kandidat oder die ideale Kandidatin für das BMX Race. Alles, was du dazu brauchst, ist ein geeignetes BMX Rad für Rennen, eine gute Schützausrüstung, damit dir nichts passiert, einen guten Gleichgewichtssinn, starke Muskeln und jede Menge Spaß. Anschließend suchst du dir einen guten Sportverein aus, der auch BMX Race anbietet – und schon kann’s losgehen. Vielleicht bist du ja die Medaillenhoffnung von morgen?
Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, stellt sich für viele Radsportler die Frage, wie sie trotz Kälte und schlechtem Wetter mit dem Training fortfahren sollen, um auch durch den Winter optimal in Form zu bleiben. Nun sind die Trainingsbedingungen im Freien im Winter leider nicht gerade optimal. Die niedrigen Temperaturen sorgen nicht nur dafür, dass das Radfahren unangenehm wird und zu Erkältungskrankheiten führen kann, sondern auch die Sicherheit wird durch Eis und Schnee gefährdet. Die Rutschgefahr ist im Winter sehr groß und es kommt immer wieder zu Unfällen, die schwere Verletzungen nach sich ziehen können.
Wintertraining durch alternative Sportarten
Radsport-Profis begeben sich im Winter gerne in den Süden Europas. In Südfrankreich oder in Spanien herrschen auch im Winter angenehme Temperaturen, bei denen man gut trainieren kann. Hobby-Sportler hingegen haben diese Möglichkeit meist nicht. Vielleicht kann der Eine oder Andere einen Winterurlaub zu Trainingszwecken nutzen, ein vollwertiger Ersatz ist dies jedoch nicht.
Daher muss sich der Hobby-Sportler andere Alternativen überlegen. Eine Möglichkeit ist es, das Rennrad gegen das Mountainbike auszutauschen. Dieses ist im Winter deutlich sicherer, jedoch ist diese Alternative trotzdem keine Lösung. Die Kälte macht diesen Sport im Winter unangenehm, die frühe Dunkelheit nimmt viele ¬Möglichkeiten und wenn viel Schnee liegt, ist selbst das Mountainbike ungeeignet. Daher bleibt oft nur die Möglichkeit, sich eine andere Sportart wie Schwimmen oder Joggen zu suchen, um fit zu bleiben.

Trainingsrolle zur Konditionsförderung
Wer den Rennsport jedoch erfolgreich betreiben will, kommt um eine Trainingsrolle nicht umhin. Alternative Ausdauersportarten können zwar die Gesamtfitness aufrechterhalten, für das Radfahren wichtige Muskelgruppen werden jedoch nicht in dem erforderlichen Maße trainiert. Die Trainingsrolle ist ein Gerät, auf dem ein Rennrad eingespannt wird und welches durch die Rollen eine Fahrrad-Fahrt simuliert. Im Vergleich zu einem Hometrainer trainiert der Fahrer so auf seinem eigenen, gewohnten Fahrrad. Die Belastung entspricht der bei normaler Fahrt im Freien und es werden dieselben Muskelgruppen trainiert. Zwar ist das Rollentraining sicherlich nicht so reizvoll wie eine Fahrt in freier Natur, jedoch kann es dem Radsportler helfen, auch im Winter bei Kondition zu bleiben.